
Luisenplatz in Krefeld
1993
Der in seiner Grundform streng geometrisch strukturierte Luisenplatz, liegt östlich der Krefelder Innenstadt und fügt sich nahtlos in den klassizistischen Stadgrundriss ein. Neben einer niedrigen Blockrandbebauung mit Geschäften in den Erdgeschossebenen und Büros und Wohnungen in den darüberliegenden Geschossen, wird der Platz vor allem durch die im Jahre 1874 erbaute Friedenskirche geprägt, die auch heute noch die größte evangelische Kirche im Stadtgebiet ist.


1993 sollte der in die Jahre gekommene Platz modernisiert und umgestaltet werden. Die Kosten für das Projekt wurden von der damals dort ansässigen Firma Primagas und der auch heute noch dort ansässigen Sparkasse übernommen.
Das Gestaltungskonzept sah vor, dass sich der Platz durch Schaffung verschiedener geometrischer Bodenbelagsstrukturen aus kleinformatigem Natursteinpflaster, in den historisch gewachsene Raum einfügt und verschiedene Akzente der klassizistischen Stadtgestaltung aufgreift. Unregelmäßige Großbaumpflanzungen (Tilia cordata), in runden Baumscheiben, lockern die ansonsten strenge Formsprache auf und geben dem Platz eine gewisse Leichtigkeit. In den Randbereichen wurden neue Sitzgelegenheiten vorgesehen, die ein konsumfreies Verweilen ermöglichen. Der Platz besteht in dieser Struktur bis heute im Krefelder Stadtbild.